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SCHWABACH - Die Wärme- und Stromgenossenschaft Schwabach (WSG) hat ihr viertes größeres Projekt in Betrieb genommen. Zwei Blöcke stromerzeugender Heizungen in einem kleinen Anbau versorgen ab sofort einen großen Verbrauchermarkt an der Nördlinger Straße mit Wärme und Strom.

 

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Seit kurzem liefern die Blockheizkraftwerke elektrische Energie und Wärme für den Edeka MArkt, Nördlinger Str. 44 in Schwabach. V.l.n.r. Bürgermeister Dr. Roland Oeser, Stadtrechtsrat Knut Engelbrecht, Anton Herzog Heizungstechnik, Ralf Hansen Vorstandsvorsitzender WSG, Roland Krawczyk Betreiber Edeka, Michael Hofmann Edeka Gebäudemanagement. Foto: Schmitt

Damit wird laut WSG-Geschäftsführer Ralf Hansen pro Jahr 40 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Markt-Chef Roland Krawczyk, ist Mitglied der Öko-Energieerzeuger. "Das bringt für mich ausschließlich Vorteile", sagte das ehemalige CSU-Stadtratsmitglied. Als größte Erleichterung stellte Krawczyk die Preise für Gas und Strom heraus. "Darum brauche ich mich jetzt nicht mehr zu kümmern: Sie liegen stets im untersten Preissegment", so die Erfahrung des Kaufmanns. "Das rechnet sich betriebswirtschaftlich enorm."

Auch für seinen weiteren, augenblicklich im Bau befindlichen Verbrauchermarkt im Norden der Stadt setzt Krawczyk auf eine Zusammenarbeit mit der WSG. "Er übernimmt hier eine einmalige Vorbildfunktion, für die wir sehr dankbar sind", sagte Hansen. Die Bürger hätten damit eine "umweltorientierte Einkaufsmöglichkeit". Zur offiziellen Inbetriebnahme waren Bürgermeister Roland Oeser, Grünen-Stadtratsmitglied Karin Holluba-Rau und Stadtrechtsrat Knut Engelbrecht an den Südrand Schwabachs gekommen. Alle lobten das Projekt enorm. "Keine zweite Gruppe ist in Bayern so aktiv wie die WSG Schwabach", stellte Karin Holluba-Rau fest.

Ralf Hansen erklärte, die beiden Dachs-Motoren werden 75 Prozent der benötigten Wärme und knapp 64 000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Einschließlich der insbesondere im Sommer arbeitenden Photovoltaikanlage über dem Kundenparkplatz sei das Einkaufszentrum in Sachen Strom rechnerisch Selbstversorger. Pro Jahr werden dort 530 000 Kilowattstunden Stromenergie verbraucht. Aber auch für kleinere Objekte ist eine stromerzeugende Heizung nach Darstellung Hansens sinnvoll. "Sie rentiert sich in jedem Gebäude", so der Diplom-Ingenieur.

Die Realisierungsdauer der Kraftwärmekopplung aus dem Hause Allersberger Firma Herzog lag vom ersten Kontakt bis zur Inbetriebnahme bei 15 Monaten. Die Gesamtkosten betragen 74 000 Euro. 62 000 Euro flossen in die beiden Motoren, Wärmepuffer, Leitungen und Steuerung. Der Rest musste für das gut schallisolierte Gebäude ausgegeben werden. Michael Hofmann, bei der Nordbayernzentrale der Einzelhandelsgenossenschaft für Gebäudemanagement und Erneuerbare Energien zuständig, erklärte, sein Unternehmen stehe solchen Projekten positiv gegenüber.

Bericht: Robert Schmitt

 

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Edeka Markt Krawczyk

Referenzen Kurzinfo

Referenzobjekt 2012-001 Mehrfamilienhaus mit gewerblicher Nutzung (43 WE) in Schwabach Weißenburger Str. / Bahnhofstr.

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