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Diskussionsbeitrag der WSG zum Foliensatz vom 23.5.2012 zum Kommunalen EnergieEntwicklungsKonzept für den Landkreis Roth

Sehr geehrte Damen und Herren des Landratsamtes, der Gemeinden und Städte, des Energiebündels, des Bund Naturschutzes, der Parteien und alle die noch nicht genannt sind,

in den letzten Tagen habe ich mit großem Interesse den im Internet bereitgestellten Foliensatz zur Präsentation der Bilanz und Potenziale im Rahmen des EnergieEntwicklungsKonzept studiert ...

... und möchte nun als Vorstandvorsitzender der Wärme-Strom-Gemeinschaft eG folgenden Diskussionsbeitrag hierzu liefern:

Die Energiewende benötigt mehrere Bausteine um erfolgreich zu sein. Dies regional, Deutschland weit und global.

In dem vorliegenden EE-Konzept werden diese Punkte teilweise berücksichtigt.

Der Foliensatz kann über den folgenden Link erreicht werden >>>

  1. Wesentliche Komponenten sind - wie auch im Titel der Folien zu lesen - "Erneuerbare Energien" Energieeffizienz" "Rationelle Energiewandlung".

  2. Die Potenzialbetrachtung zu den Erneuerbaren Energien scheint umfänglich.
  3. Nicht so die Potenzialbetrachtung bzgl. der Energieeffizienz
  1. Seite 9 - Potenzialbetrachtung der Energieeffizienzsteigerung bzw. Energieeinsparung gibt einen guten Überblick wie der IST-Zustand der Endenergiebedarfe (thermisch und elektrisch) in den Bereichen privater Haushalte, komm. Liegenschaften, Gewerbe und Verkehr
  2. Die Festlegung der Maßnahmen je Position ist sehr global und nicht nachvollziehbar
  3. Generell fehlt bei dem Thema Energieeffizienz aber eine Aufstellung der betrachteten und NICHT betrachten Maßnahmen wie z.B. die KWK-Technik

    Laut der Seite 9 verbleibt ein thermischer Endenergiebedarf in Höhe von:

    Haushalte:                       750.071.000 kWh
    Komm. Liegenschaften       26.218.000 kWh
    Gewerbe                          489.233.000 kWh

    Summe:                         1.265.522.000 kWh

    In den Heizungskellern all dieser Gebäude schlummert ein riesiges KWK-Strom-Potenzial - bei heutiger Stand der Technik (Gas-Verbrennungsmotoren) - in Höhe von

                                             475.000.000 kWh

    Aktuell sind über 20% der Heizungsanlagen älter als 24 Jahre mit einem Wirkungsgrad unter 65%, ca 70% sind zwischen 10 - 24 Jahre mit einem Wirkungsgrad von 85%. Neben der Modernisierung zu Wärme-Strom-Anlagen (KWK) ist hier auch ein riesiges thermisches Reduktionspotenzial.

    Bei einem elektrischen Endenergiebedarf (ohne Elektromobilität) von:

    Haushalte:                         106.063.000 kWh
    Komm. Liegenschaften         14.647.000 kWh
    Gewerbe                            164.256.000 kWh

    Summe:                              284.966.000 kWh
  4. Verkehr - hier ist nicht klar, ob mit der Maßnahme "Effizienzsteigerung durch persönliches Verhalten" das Potenzial im Verkehrbereich ausreichend ausgeschöpft ist.

    Davon ausgehend, dass Verbrennungsmotoren in Fahrzeugen weiterhin mit einem Wirkungsgrad um die 30% arbeiten, ergibt sich aus dem Ansatz einer Elektrifizierung der Autoantriebe ein nicht unerhebliches Potenzial.
    Mit regenerativer wäre das Ziel optimal zu erreichen.
    Aus Basis von KWK-Strom kann immerhin ein Potenzial von über 60% gegenüber dem Verbrennungsmotor angesetzt werden.
    Der oben skizzierte Überschuss in Höhe von

                                                 190.000.000 kWh

    kann beim Verkehr die 3-fache Menge fossiler Brennstoffe substituieren

                                                 966.730.000 kWh
                                    minus    570.000.000 kWh
                                    plus       190.000.000 kWh

    verbleibender Bedarf            586.730.000 kWh
  5. KWK-Technik ist hoch effizienz und wird in allen aktuellen Gesetzen IMMER forciert (z.B. ist - fossile - KWK-Technik im Rahmen des EEWärme eine an 1. Stelle aufgeführte Ersatzmaßnahme zur EE)
  6. Aussicht: Synthese-Methangas, Power to Gas (PtG), Windgas
    Wie auch bei der Elektromobilität sicherlich ein Bereich in dem noch technische Entwicklung zur Kostenreduzierung notwendig sind.
    Aber eine Fa. Audi treibt nicht ohne Grund mit Fa. SolarFuel eine große Pilotanlage im Emsland voran.
  7. Speichertechnik - auch als lokales Potenzial
    Das oben angeführte Synthese-Methangas hat den Charme ein sehr, sehr großen Speichers und des vorhandenen Verteilnetzes
    Lokal sind ergänzende Speichertechnik für Wind-/PV Energien denkbar. Eine Potenzialeinschätzung ist zum heutigen Zeitpunkt aber verfrüht.

Gerne steht die Wärme-Strom-Gemeinschaft eG als regionale Bürgerenergiegenossenschaft für Gespräche zu dem Thema bereit.

Ralf Hansen
Vorsitzender Vorstand der Wärme-Strom-Gemeinschaft eG

Wärme-Strom-Gemeinschaft eG
Amtsgericht Nürnberg GnR 309
Südliche Ringstraße 17
91126 Schwabach

Veranstaltungshinweise:http://www.waerme-strom-gemeinschaft.de/termine

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